Johannes Schneider

Johannes Schneider arbeitet im Fraunhofer CCPE im Research Department »Advanced Recycling«. Sein Arbeitsschwerpunkt liegt auf der Verbesserung der Qualität recycelter Kunststoffe, insbesondere auf der Entfernung unerwünschter Gerüche im Recycling. Ziel seiner Arbeit ist es, durch die Geruchsoptimierung eine verbrauchernahe Anwendung zu ermöglichen und somit zur Kreislauffähigkeit bei Kunststoffen beizutragen.

Johannes Schneider
Johannes Schneider

Womit beschäftigen Sie sich im Fraunhofer CCPE? Welche kreativen Ideen verfolgen Sie derzeit in Ihrem Forschungsbereich?

Ich beschäftige mich im Rahmen von Fraunhofer CCPE mit der Entfernung von Geruchsstoffen im Recycling. Recycelte Kunststoffe haben oft einen unerwünschten Geruch. Dies gilt es zu verbessern. Dafür haben wir zunächst eine Methode entwickelt, mit der die Entfernung von Geruchsstoffen im Recycling einfach und vergleichbar bewertet werden kann. Damit können wir nun Recyclingprozesse gezielt zur Geruchsstoffentfernung hin optimieren, um zukünftig geruchsfreie Kunststoffrezyklate herzustellen, die wie Neuware eingesetzt werden können.

Haben Sie ein konkretes Projektbeispiel bzw. warum ist das interessant für die Industrie/Gesellschaft?

Der Geruch ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal, der die Einsatzfähigkeit von recycelten Kunststoffen bestimmt. Mit der entwickelten Methode können wir Unternehmen im Recycling oder Herstellern von Recyclinganlagen helfen, ihre Produkte zielgerichtet dahingehend zu optimieren. Dadurch ermöglichen wir einen breiteren Einsatz von Rezyklaten auch in verbrauchernahen Anwendungen und tragen zur Kreislauffähigkeit von Kunststoffen bei.

Was ist Ihr bisheriges Highlight bei Fraunhofer CCPE?

Besonders gefällt mir bei Fraunhofer CCPE die interdisziplinäre und institutsübergreifende Zusammenarbeit. Dadurch lernt man, das gemeinsame Themenfeld der Kreislaufwirtschaft von Kunststoffen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu verstehen, und bekommt einen Einblick in die vielseitigen Forschungsbereiche und Technologien, die Fraunhofer CCPE vereint. Neben dem wissenschaftlichen Austausch und dem fachübergreifenden Lernen spielen für mich auch die persönlichen Verbindungen, die wir im Rahmen der Projekte und Vernetzungstreffen schließen, eine wichtige Rolle.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Mein Arbeitsalltag ist sehr vielseitig – und genau das gefällt mir. Ich forsche an der Geruchsentfernung im Kunststoffrecycling sowie am lösemittelbasierten Recycling, plane beziehungsweise führe dazu Versuche gemeinsam mit unserem Team im Labor oder Technikum durch. Durch die enge Anbindung zur Industrie bei Fraunhofer liegt der Fokus gleichzeitig auf der Verwertung und der industriellen Umsetzung unserer Technologien. Im Projektmanagement übernehme ich Aufgaben wie die Planung von Projekten und den Austausch mit Forschungs- und Industriepartnern. Mit Unternehmen bin ich regelmäßig im Austausch, um neue Herausforderungen gemeinsam anzugehen.

Womit könnte Fraunhofer CCPE die Welt zukünftig noch ein bisschen besser machen?

Mithilfe unserer Entwicklungen im Bereich innovativer Recyclingprozesse können wir Abfälle, die aufgrund ihrer Zusammensetzung aktuell nicht oder nur schlecht recycelt werden können, zukünftig zu hochwertigen recycelten Kunststoffen aufbereiten und somit zur Erhöhung der Recyclingquote und einer Steigerung der Verfügbarkeit von hochwertigen Rezyklaten beitragen. Gleichzeitig können wir mit neuen Materialien nachhaltige und kreislauffähige Alternativen für kunststoffbasierte Rohstoffe anbieten.

Weitere Informationen

 

Geruch in Kunststoffen und Rezyklaten

Individuelle Lösungen für geruchsbelastete Materialen

 

Erfahren Sie hier mehr über das Themengebiet und unsere Projekte.

 

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