Neues Briefing: »Zirkuläre Nutzung von Materialien in Europa«

EEA-Briefing zeigt dringenden Handlungsbedarf beim Materialverbrauch

Die Europäische Umweltagentur (EEA) macht in ihrem aktuellen Briefing deutlich, dass Europa weiterhin weit von einer nachhaltigen Nutzung seiner Materialressourcen entfernt ist. Trotz politischer Fortschritte und wachsender Initiativen beträgt der Anteil zirkulär genutzter Materialien in der EU lediglich 11,5 Prozent, während der Gesamtmaterialverbrauch weiter ansteigt und zunehmend ökologische Belastungen verursacht.

Titelgrafik des Briefings ©European Environment Agency
© European Environment Agency
Titelgrafik des Briefings

Das Briefing betont, dass reine Verbesserungen im Recycling nicht ausreichen. Nachhaltige Materialsysteme erfordern Produkte, die wesentlich länger genutzt werden können und sich besser reparieren, wiederverwenden oder hochwertig recyceln lassen. Zudem weist die EEA darauf hin, dass wirtschaftliche Entwicklung stärker vom Ressourcenverbrauch entkoppelt werden muss, um ökologische Belastungsgrenzen einzuhalten. Eine effizientere Ressourcennutzung und hochwertige sekundäre Rohstoffe sind dafür zentrale Bausteine.

Die Analyse zeigt, dass die zirkuläre Nutzung von Materialien ein wesentlicher Treiber für transformative Veränderungen in Europa ist. Nur durch einen systemischen Wandel kann der steigende Ressourcenbedarf langfristig nachhaltig gedeckt werden.

Online verfügbar unter: https://www.eea.europa.eu/en/europe-environment-2025/thematic-briefings/circular-economy-and-other-enablers-of-transformative-change/circular-use-of-materials

Quelle: European Environment Agency (EEA), Circular use of materials, 2025.